18.01.2014 - Trincomalee

Um 8:30 machte ich mit dem gemieteten Moperl (1200 Rps. pro Tag)

50ccm

auf den Weg zum "Thiru Koneswaram Kovil" Hindu Tempel am Ende des Landzipfels. Er zaehlt zu den 5 bedeutensten Tempeln Sri Lankas und ist vor allem zu den Puje-Zeiten um 7, 11:30 und 16:00 Uhr sehr stimmungsvoll. Ich war um 09:00 dort; war auch schoen - und ueberhaupt hab ich schon viel schoenere Tempel gesehen.

Thiru Koneswaram Kovil



Thiru Koneswaram Kovil

 Dann fuhr ich zum Busbahnhof um die Weiterfahrt zu organisieren. Besuchte gleich den danebenliegenden Fischmarkt.

Fischmarkt
 
Nachher begab ich mich in das ca. 30 km entfernte, im Reisefuehrer beschriebene, lebendige muslimische Fischerdorf "Mutur". Naja, muslimisch und lebendig war es !!
Zurueck ueber Trinco zum Nilaveli Beach. Auf den Weg dorthin besuchte ich einen neu errichteten Hindu Tempel. Ist in meinen Buch nicht beschrieben, daher auch kein Name.

Himdu Tempel



















Verbotene Innenaufnahme

Nilaveli Beach


















Ein Bier im einzigen offenen Resort "Nilaveli Beach Resort" getrunken (glaub ich jedenfalls). Da koennte man es schon ein bisschen aushalten.

Nilaveli Beach Resort
 
Sonst ist die Gegend am Uppuveli- und Nilavelistrand wie ausgestorben. Die Straende sind beide sehr lang und unpersoenlich. Der Sand ist hier auch nicht so fein wie im Sueden. Hier moechte ich keinen Sommer verbringen.

Wetter: sonnig und wolkig ein bisschen Regen


Rote Flaggen am Strand !!!

17.01.2014 - Jaffna nach Trincomalee

Um 07:30 war ich am Busbahnhof und suchte mir einen Platz im Bus 88 der um 08:00 losfuhr (458 Rps.). Da sehr wenig Leute waren machte ich mich gleich vorne in der 2ten Reihe breit.

Bus nach Trincomalee


















Innenansicht
Um 08:00 gings wirklich los. Planankunft in Trinco um 14:00. Da hier die Busfahrer total auf Musik stehen (in jedem Bus sind 4 Lautsprecherboxen)  - und unserer sogar sehr - glaubte man manchmal, der Bus faehrt nur mit Musik. Nach ca. 20 Min. gab ich hoergeschaedigt auf und vertschuesste mich in die letzte Reihe. Der erste Teil der Fahrt war voll super mit schoener Strasse. Der zweite Teil brachte ein 212 Kochen weichgeklopftes Schnitzel zu Tage. Die haelfte der Strecke war eine Baustelle. Baustelle heisst hier: Keine Strasse vorhanden nur Loecher und Schotter. Bei uns ist jede Schotterstrasse wie eine Autobahn im Gegensatz. Dann gibt wieder ein neues Stueck Strasse und dann wieder Baustelle, dann wieder ein schoenes Stueck, dann wieder Baustelle ..... Das Problem ist nur, dass die Busfahrer nicht wissen wann Baustellen sind und wann nicht. Obwohl ich mich mit beiden Haenden am Vordersitz festhielt konnte ich nur selten Kontakt zu meinen Sitz halten. Natuerlich ist es im Bus hinten noch aerger. Dazu kam noch, dass die Musik immer bei Baustellen noch lauter gedreht wurde. Bei jedem Stopp (Ein- und Austeigen kommt ja oft vor), holte uns aufgewirbelter Sand ein und verteilte sich durch die offenen Tueren und Fenster im Inneren. Als wir dann endlich um 14:30 ankamen, sah ich aus wie ein Einheimischer. Kurzum: Wir sahen alle gleich aus !! Es war die aergste Fahrt die ich bis jetzt gemacht habe.
Dann nahm ich mir ein Tuck Tuck und fuhr zum Uppuveli Beach der ein bisschen ausserhalb liegt. Dort zog ich dann ins Sunrise Hotel ein.

Ging ein bisschen am verlassenen Strand spazieren und bewunderte die Hotels und Bungalows die im Juli/August ausgebucht sind. Mir gefallen die Straende im Sueden und Osten besser.

Uppuveli Beach



















  
Uppuveli Beach


















Wetter: sonnig bis wolkig bei vielleicht etwas kuehlerer Temperatur um die 28 Grad

Unterkunft: Sunrise Hotel; 1500 pro Nacht (Nebensaison); VAN; kein Fruehstueck; kein Wifi

16.01.2014 - Jaffna

Nach einer Hundheulenden, Kuhmuhenden, Kraehenkraechzenden und Hupenden Nacht, machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof um mit dem Bus 776 (80 Rps./ 60 Min.) ueber die Insel Kayts zur Insel Punkudutivu zu fahren. Diese zwei Inseln sind mit Daemmen verbunden. Anschliessend brachte uns eine Faehre (30 Rps.)

Faehre unter Deck

zur Insel Nainativu, auf der ich mir dir den Hindutempel "Naga Pooshani Amman Kovil" ansah. Hier wacht Minaksh, "die Fischaeugige" ueber das Wohlergehen von Neugeborenen.

Naga Pooshani Amman Kovil

 
Naga Pooshani Amman Kovil
Naga Pooshani Amman Kovil


















Dann alles wieder in verkehrter Reihenfolge retour. In Jaffna angekommen, mietete ich mir ein Tuck Tuck (1600 Rps.) und liess mich zuerst zum ca. 12 km entfernten Heiligtum "Purana Maha Raja Vihara" (Ort Kantarodai) bringen. Dort wurden bislang 20 Miniatur-Stupas, ausgegraben und restauriert, allerdings waren es urspruenglich mit Sicherheit viel mehr. Der groesste hat einen Umfang von 7 m und ist 2 m hoch. Moeglicherweise handelt es sich um Grabstupas fuer die sterblichen Ueberreste von Moenchen des vermuteten Klosters.

Purana Maha Raja Vihara

Dann gings weiter zum "Naguleswaram Tempel"  der noch ein bisschen weiter an der Kueste zu besichtigen war. Dieser Tempel ist einer der fünf antiken Shiva-Tempel von Sri Lanka. Kann man sich sparen !!


Wetter: sonnig und sehr heiss
Leute: Where are you from - Austria - ahh Australia - no Austria - ahhh; what is your name; where are you going; how long do you stay in Sri Lanka; the first time here ??  Die wollen halt alles wissen ;-)
Schon ca. 10 Touristen gesehen

P.S. Manchmal komme ich mir vor wie in Hitchcocks "Die Voegel" soviel Kraehen gibts hier.

15.01.2014 - Jaffna

Da mein Zimmer noch nicht frei war, machte ich mich gleich auf den Weg zur ersten Hindu Tempel. Der bedeutende "Nallur Kandaswamy Kovil" ist das religioese Zentrum des Norden. Sri Lankas groesster Hindu Tempel zaehlt zu den fuenf wichtigsten hinduistischen Heiligtuemern auf der Insel und ist fraglos das eindrucksvollste. Fuer Maenner ist der Einritt nur mit nacktem Oberkoerper erlaubt.

Nallur Kandaswamy Kovil


Nallur Kandaswamy Kovil Tempel


Nallur Kandaswamy Kovil Tempel (verbotene Innenaufnahme)

Am Nachmittag besuchte ich das Fort und die Innenstadt rund um den Markt. Hier waehnt man sich eher in Suedindien als in Sri Lanka. Dies verwundert nicht, liegt doch der Subkontinent jenseites der Palk Strait gerade mal 50 km entfernt. Ansonsten ist die Stadt eher ruhig; auffallend sind die vielen beschaedigten/zerbombten Haeuser vom 25 Jahre dauerenden Buergerkrieg.


Innenstadt


















 
Kriegsschaeden


Kriegsschaeden
 

Wetter: wie immer heiss
Leute: Sehr freundlich; habe auch schon insgesamt 5 Touristen gesehen
Unterkunft: Theresa Inn; 72 Racca Rd.; 1 Bettzimmer excl. Fruehstueck 1500 Rps; 

14.01.2014 - Hikkaduwa auf nach Jaffna

Heute ist unser letzter gemeinsamer Tag. Letzte Besorgungen, schnell Sonneliegen und Packen ist angesagt. Um 14:30 gings dann los, zuerst zum Flughafen (17:30) und dann zum Bahnhof in Colombo (18:45).
Ein kurzen Stopp machten wir beim Denkmal, wo bei dem Tsunami 2004 rund 1500 Menschen - beim schlimmsten Eisenbahnunglueck der Geschichte - ums Leben kamen.

Denkmal bei Seenigama (nah bei Hikkaduwa)

Da mein Zug nach Jaffna erst um 20:15 ging, leistete ich mir noch ein Chicken Buriyani in einem Lokal. Da ich leider nur ein Ticket in der zweiten Klasse in Hikkaduwa reservieren konnte (1ste war ausgebucht), musste ich mich mit einem teilweisen umlegbaren Sitz abgeben. Als wir dann so ca. 20 Min. fuhren kam der Schaffner zu mir und fragte, ob ich in die 1ste Klasse will. Ich zahlte noch 1500 Rps. auf und teilte mir mit einem Einheimischen ein Stockbett; also er unten und ich oben. Ich schlief bis zur Endstation in Kilinochchi.

Zug um 20:15 nach Kilinochchi von Plattform 7

2 Klasse

Dort wartete schon ein Bus, der in 2 Stunden nach Jaffna fuhr. Dort mit einem Tuck Tuck dann zum Teresa Inn - meiner Unterkunft. Um 07:30 kam ich dort an.

Wetter: 30 Grad sonnig

Resume unserer gemeinsamen Reise:
Trotz anfaenglichen kleinen Zimmer-, Preis/Handeln-, Transportmittel-, Trinkgeldungereimtheiten wurden wir uns immer einiger. In der letzten Woche handelten Gabi+Otto teilweise schon aerger als ich und gaben angemessenes - ja manchmal auch schon ein bisschen wenig - Trinkgeld. Da heisst, sie haben sich schon voll in die Kultur und dem Land eingelebt. Wir verstanden uns super. Schade, dass sie jetzt schon weg sind. Ich werde euch vermissen.

13.01.2014 - Hikkaduwa / Brief Garden

Zu Mittag machten wir uns auf dem Weg zum Brief Garden. Zuerst fuhren wir mit dem Bus nach Alutgama (170 Rps fuer alle 3; ca. 45 min.). Von dort aus fuhren wir dann mit einem Tuck Tuck (1300 Rps; 15 min.) zum Brief Garden.
Brief Garden: Der seit 1979 zugaengliche Garten auf einen 2ha grossen Gelaende wurde ab 1929 von Bevis Bawa und einiger seiner Freunde jahrzehntelang angelegt. Das Geld dafuer stammte von seinem Vater, der als Jurist mit einem erfolgreichen "Legal Brief" (Schriftsatz) ueppiges Honorar verdiente, woraus sich auch der Name des Anwesens ableitet. Da der 1909 geborene, skurrile Lebenskuenstler keinerlei Erben hatte, wurde der Besitz nach seinem Tod 1992 - je nach Anzahl der Dienstjahre - an seine Mitarbeiter verteilt.Auf  diesem Gelaende lassen sich Ueberraschungen wie seltene (aber aus Prinzip nicht bluehende) Pflanzen, fantasievolle Wasserspiele, romatische  Lauben, verspielte Pergolas oder ueberwucherte, geheimissvolle Skulpturen aufspueren.

Brief Garden


Brief Garden


















Den Abend genossen wir am Strand bei Sonnenuntergang und anschliessendem - letzmaligen miteinander verbringenden - Fisch essen und Pinacolada trinken.

Pinacoladas


Wetter: 30 Grad sonnig
Leute: Mopedfahren auch zu dritt/viert; Eltern haben Helm auf, Kinder keine ???

12.01.2014 - Hikkaduwa / Tauchen

Trafen um 07:45 in der Tauchbasis "Poseidon" ein, assen ein Fruehstueck, fuellten Formulare aus und nahmen unser Equipment fuers Tauchen in Empfang. Hierbei sei noch erwaehnt, dass Otto und Gabi ein Kontinental Breakfast hatten, ich nur Fruechte.

Warten auf den Tauchgang

Abfahrt
 
Dann ging es mit ca. 17 Leuten am Boot raus zum Tauchen. Da das Meer nicht so richtig glatt war, taenzelten wir ungefaehr 30 Min. zum ersten Wrack. Dort angekommen, machten wir uns - einige nicht mehr so laechelnd - fertig zum Tauchen. Es ging zum Wrack "Conch":
The Conch is a steam-powered oil tanker. One of the first oil tankers in the world, it was built in 1892 in Stockton for Shell. She weighed 3555ton and was on a journey from Novorossisk to Madras when on 2nd of June 1903 she hit a rock and sank. The wreck is well preserved, with penetration possible into the cabin which is filled with cave-dwellers. Visibility is stable because of the rocky bottom. Good for groupers, napoleons, queen angelfish and all other reef fishes.
Der Tauchgang dauerte ca. 40 Minuten in 12 - 21 Meter. Dort bestaunten wir durch truebes Wasser (ca. 6 Meter Sichtweite) das gesunkene Schiff. Otto tauchte wegen seiner unheimlichen Lust nach Sauerstoff ein bisschen frueher auf. Er brauchte auch die Zeit um im Wasser und vom Boot aus die Fische mit seinem verdauten Kontinentalfruehstueck zu fuettern. Als alle dann an Bord waren (manche liegend) wurde die Frage gestellt, wer noch den 2ten Tauchgang mitmachen will. Es blieben nur ich und 2 weitere Taucherinnen ueber. Der Rest fuhr mit einem anderen Schiff gluecklich und ein bisschen weiss zur Tauchbasis zurueck. Der 2te Tauchgang ging zur "Earl of Shaftesbury"
One of our oldest wrecks this ship dates from the 1820s, a steel 4 mast sailing ship it sank following a fire on board. It is lying on a sandy bottom, very interesting wreck. You can see some special native sweetlips and stingrays, groups of silver batfish and schools of Fosters barracuda.
wo wir einen Rochen, Feuerfisch und Baraccudas sahen.
Danach fuhren auch wir zurueck.
Gabi wartete unterdessen in der Tauchbasis und schmoekerte in alten Zeitschriften (1988). Sie lud uns dann noch auf die Tauchgaenge ein ;-)))))))

Jetzt regnet es und es ist Zeit ein bisschen Blog zu schreiben.


Wetter: 30 Grad, bewoelkt und regnerisch